Das Projekt „Stimmen gegen Rassismus und Populismus“ ist ein deutsch-französischer Blog mit Artikeln, Podcasts und Kurzfilmen rund um die Themen Rassismus und Populismus. Seit 2020 findet es – in unterschiedlicher Form – jährlich im Herbst statt. Es zielt darauf ab, junge Menschen grenzüberschreitend zusammen zu bringen: Teilnehmer:innen sind Studierende aus dem Dreiländer-Eck und Freiwillige des Deutsch-Französischen Jugendwerks (DFJW).
Mit dem Projekt soll aber auch auf die bestehende Problematik von Rassismus und Populismus in unserer Gesellschaft aufmerksam gemacht werden. Denn: Rassistische Geisteshaltungen und populistische Strömungen: Das Schüren von Hass, Wut und Vorurteilen gegen gesellschaftliche Gruppen und Minderheiten ist im Alltag und im Digitalen gegenwärtig. Populistische Bewegungen und ihre Meinungsführer*innen haben Aufwind. Die Spaltung der Gesellschaft wird von ihnen in Kauf genommen, provoziert und verstärkt. Rassistische Geisteshaltungen gehen damit einher und bilden nicht selten das Fundament populistischer Bewegungen.
Neben der Vermittlung journalistischer Grundkenntnisse und einer Sensibilisierung für die Themen Populismus und Rassismus möchte das Projekt den Teilnehmenden auch ermöglichen, eine andere Stadt, ein anderes Land und andere junge Menschen kennenzulernen. In allen Redaktionen sprechen und arbeiten wir in beiden Sprachen, auf Deutsch und Französisch.
Das Blogprojekt 2025
Mit einer Text- und einer Filmredaktion geht das Blogprojekt 2025 in eine neue Ausgabe. Die 20 Studierenden aus Freiburg, Straßburg, Offenburg und Mulhouse durften wählen, in welchem Redaktionsteam sie arbeiten – und durften zunächst in Online-Seminaren in die Themen Rassismus und Populismus eingeführt.

Mit dem Start des ersten Präsenz-Wochenendes in Freiburg Anfang November arbeiteten sie unter der Betreuung von einer der Redaktionsleiterinnen fleißig an ihren Texten oder Filmen. Ihr Ziel : einen journalistischen Text oder Film veröffentlichen, der Themen wie Rassismus und Populismus behandelt. Aber an den beiden Wochenenden, an denen sie sich trafen, durfte die Freizeit und der interkulturelle Austausch nicht zu kurz kommen: Viel Freude bereitet hat den Teilnehmenden zum Beispiel das Seminar zum Backen einer Schwarzwälder Kirschtorte. Am zweiten Wochenende ist auch schon der Freiburger Weihnachtsmarkt geöffnet gewesen.

2024 geht es in eine neue Runde
Zum fünften Mal ist das Projekt „Stimmen gegen Rassismus und Populismus“ im Oktober 2024 gestartet. Und dieses Jahr hat sich Einiges geändert!
Das Projekt geht (fast) zurück zu seiner Ursprungsform: Statt drei Redaktionen mit Podcast, Film und Text, gibt es dieses Jahr nur eine Textredaktion. Trotzdem haben sich zahlreiche Interessent:innen beworben. Schließlich haben 12 Teilnehmende aus Freiburg, Straßburg und Karlsruhe teilgenommen – und zum ersten Mal seit Beginn des Projekts 2020 sind auch zwei Studentinnen aus Basel mit dabei. Somit ist das Projekt zum ersten Mal im deutsch-französisch-schweizerischen Dreiländereck verankert. Das freut uns sehr!
Manches ist jedoch unverändert geblieben: Wie in den vergangenen Jahren, haben die Teilnehmenden zu Beginn ein Online-Seminar zu den Themen Rassismus und Populismus besucht. Das hat dieses Jahr wieder Prof. Dr. Claude-Hélène Meyer, Professorin für Industrial and Organisational Psychology an der Universität Johannesburg (Südafrika), übernommen. An vier Terminen bekamen die Teilnehmenden eine wissenschaftliche Einführung in die Thematik und konnten sich mehrmals in Breakout-Rooms austauschen.
Nach der onlinebasierten Auftaktphase des Projektes war es dann am zweiten November-Wochenende soweit: Alle Teilnehmende konnten sich in Freiburg treffen und persönlich kennenlernen. Projektleiter Andreas Vögele hat alle Teilnehmenden in der Mensa Institutsviertel in Freiburg persönlich bei einem Umtrunk empfangen und das Organisationsteam des Studierendenwerks Freiburg (SWFR) sowie die Redakteurinnen vorgestellt. Nach einem gemeinsamen Abendessen in der Mensa führte Andreas Vögele die Teilnehmenden aus Straßburg, Karlsruhe und Basel für eine nächtliche Stadtführung durch Freiburg.
Am nächsten Morgen ging es mit den Präsenz-Workshops los. Die drei Redakteurinnen Maryline Boudot, Julika Kott und Louise Schöneshöfer haben den Teilnehmenden die Grundlagen des Journalismus nähergebracht. Dabei ging es vor allem auch darum, die Teilnehmenden für eine diskriminierungsfreie Berichterstattung zu sensibilisieren. Nach dem Workshop haben die Teilnehmenden zusammen mit dem SWFR-Team einen Spaziergang zum Schlossberg gemacht und zum Abendessen gab es badische Küche in einem Freiburger Gasthaus.
Am zweiten Workshop-Tag haben sich die Teilnehmenden in der Textredaktion zusammengefunden, um die Arbeit am eigenen Text anzustoßen. Zuerst haben sie anhand von konkreten Textbeispielen einen kurzen Überblick über verschiedene journalistische Textsorten bekommen, etwa Essay, Interview oder Reportage. Am Ende des Tages haben alle Teilnehmenden ein Thema gefunden, an dem sie die kommenden Wochen arbeiten werden. Zwei Wochen später, Ende November, sind alle Teilnehmende nochmal nach Freiburg gekommen. Nach einem gemeinsamen Essen in der Mensa, hatten sie die Möglichkeit, gemeinsam eine badische Köstlichkeit zu backen: die Schwarzwälder-Kirschtorte! Samstag und Sonntag konnten sie ihr journalistisches Wissen gleich anwenden und weiter an ihren Texten arbeiten, unterstützt von ihren Betreuerinnen.
Hauptverantwortlicher des Projekts ist weiterhin Andreas Vögele vom Studierendenwerk Freiburg. Die Projektleitung übernimmt dieses Jahr seine Kollegin Rahma Bouallegue. Außerdem werden sie tatkräftig von Étienne Bodet, Karolin Weichert und Noémie Huet unterstützt. Finanziell unterstützt wird das Projekt wieder vom Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW) und der Deutsch-Französisch-Schweizerischen Oberrheinkonferenz (OKF) – dafür bedanken wir uns an dieser Stelle ganz herzlich.
Rückblick auf das Jahr 2023
Zum vierten Mal ist das Projekt »Stimmen gegen Rassismus und Populismus« 2023 gestartet. Insgesamt sind 17 Teilnehmende aus Freiburg, Straßburg und Karlsruhe mit dabei. Wie in den letzten Jahren, haben sie zu Beginn vier Online-Seminare zu den Themen Rassismus und Populismus besucht. Ganz neu im Team sind Mascha Liening und Maurice Soulié, die diese Grundseminare leiten. Sie sind Referent:innen beim Anti-Rassismus Informations-Centrum (ARIC). Der Verein setzt sich für die Etablierung von Maßnahmen zur Gleichstellung gegen rassistische Diskriminierung in unterschiedlichen Bereichen der Gesellschaft ein.
Am ersten November-Wochenende war es dann soweit: Alle Teilnehmende haben sich in Freiburg getroffen und gegenseitig kennengelernt. Für die Teilnehmenden aus Straßburg und Karlsruhe gab es eine kleine Stadtführung durch Freiburg. Abends haben sich alle gemeinsam im Restaurant getroffen und die badische Küche verkostet. Dieses Jahr gibt es für die Workshops und Leitung der Redaktionen ein Team aus drei Journalistinnen: Julika Kott, Louise Schöneshöfer und Maryline Boudot. Am ersten Tag haben sie den Teilnehmenden die Grundlagen des Journalismus näher gebracht. Dabei ging es vor allem auch darum, die Teilnehmenden für eine diskriminierungsfreie Berichterstattung zu sensibilisieren. Am zweiten Workshop-Tag haben sich die Teilnehmenden in ihrer Redaktion zusammengefunden, um an der eigenen Produktion zu arbeiten. Wie vergangenes Jahr leitet Julika Kott wieder die Podcast-Redaktion. Maryline Boudot wird die Textredaktion dieses Mal alleine übernehmen, da die Filmredaktion mit Louise Schöneshöfer eine neue Besetzung gewonnen hat. Alle Teilnehmenden haben am Ende des ersten Präsenz-Wochenendes ein Thema gefunden, an dem sie die kommenden Wochen arbeiten werden.
Hauptverantwortlicher des Projekts ist weiterhin Andreas Vögele vom Studierendenwerk Freiburg. In diesem Jahr wird er tatkräftig von Étienne Bodet (deutsch-französischer Volontär) unterstützt. Die Mitarbeiterinnen des SWFR, Karolin Weichert und Rahma Bouallegue, sind ebenfalls an der Organisation des Projekts beteiligt. Finanziell unterstützt wird das Projekt wieder vom Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW) – dafür bedanken wir uns an dieser Stelle ganz herzlich.
Das Projekt im Jahr 2022
2022 geht das Projekt in die dritte Runde. 20 junge Menschen aus Freiburg, Karlsruhe, Lörrach, Mühlhausen und Straßburg nehmen dieses Jahr teil. Wie im letzten Jahr startet das Projekt mit einem Online-Grundlagenseminar zu den Themen Rassismus und Populismus, das von Claude-Hélène Meyer von der Universität Johannesburg geleitet wird. Ganz besonders an diesem Jahr ist, dass uns die Pandemie keinen Strich durch die Rechnung macht und wir uns alle in Freiburg im Breisgau zu den Workshops treffen können. Los geht es Anfang November, wo sich alle Mitarbeitende und Teilnehmende für ein ganzes Wochenende in Freiburg versammeln. Die Studierenden werden in die Grundlagen des Journalismus eingeführt, lernen unter anderem, wie man Interviews führt, welche verschiedenen journalistischen Textformen es gibt und wie sie in ihren Beiträgen rassismus- und populismus-sensible Sprache verwenden können.
In diesem Jahr übernehmen Louise Schöneshöfer und Maryline Boudot die Leitung der Textredaktion. Lisa Voelter wird wieder die Filmredaktion leiten, neu an ihrer Seite ist dieses Jahr Narges Shahid Kalhory. Die Podcastredaktion hat sich im letzten Jahr bewährt und wird auch 2022 mit dabei sein, dieses Mal unter der Leitung von Julika Kott. Hauptverantwortlicher des Projekts ist weiterhin Andreas Vögele vom Studierendenwerk Freiburg. Léa Rodriguez, unsere diesjährige Freiwillige des Deutsch-Französischen Jugendwerks, unterstützt ihn dabei tatkräftig.
Das Projekt im Jahr 2021
Im Gegensatz zum ersten Jahr, in dem aufgrund der Pandemie alles nur online stattfinden konnte, hatten wir in diesem Jahr das große Glück, uns zusammen mit allen Teilnehmenden am letzten Wochenende im Oktober 2021 in Freiburg im Breisgau treffen zu können. Unsere Teilnehmer*innen reisten teilweise aus Straßburg, Karlsruhe, Lyon, Villingen-Schwenningen und Offenburg an, doch auch einige Studierende aus Freiburg waren mit dabei. Die Text- sowie die Filmredaktion fanden sich am ersten Dezemberwochenende zu einem zweiten Präsenz-Workshop in Freiburg zusammen. Die Podcastredaktion traf sich ein zweites Mal in Lyon. Ein Online-Grundlagenseminar zu den Themen Rassismus und Populismus, geleitet von Claude-Hélène Meyer von der Universität Johannesburg, begleitete die redaktionelle Arbeit.
In diesem Jahr konnten sich die Teilnehmenden für drei verschiedene Redaktionen bewerben: die Textredaktion, die Filmredaktion – und erstmals auch für eine Podcastredaktion. Ebenfalls neu zusammengesetzt hatte sich das Team der Redaktionen und das des Organisationsteams. Verantwortlicher und Hauptleitender ist auch in diesem Jahr Andreas Vögele vom Studierendenwerk Freiburg. Tatkräftig unterstützt wurde er diesmal durch den Freiwilligen des Deutsch-Französischen Jugendwerks, Hugo Guenser.
Alle drei Redaktionen wurden professionell betreut und angeleitet. Chefredakteurinnen der Textredaktion waren Julika Kott und Undine Weimar-Dittmar. Margitta Freund und Lisa Voelter leiteten die Filmredaktion und die Podcastredaktion übernahm Maha Ganem.
Wie alles begann
Im Jahr 2020 beherrschte eins unser Leben: die Corona-Pandemie. Auch im Herbst waren die Universitäten noch geschlossen, viele Projekte des Studierendenwerks Freiburg wie Partys und Reisen mussten ausfallen. Unter diesen Umständen ist das Projekt „Stimmen gegen Rassismus und Populismus“ als Online-Blogprojekt gestartet. Teilnehmende waren deutsche und französische Freiwillige und Studierende aus der Region des Oberrheins und Lyon. Die journalistischen Beiträge, Erfahrungsberichte und Kurzfilme zum Thema Rassismus und Populismus, die sie produziert haben, sind noch immer auf diesem Blog zu finden. Unterstützt hat sie dabei die Jugendpresse Deutschland e.V. mit der eigenständigen Lehrredaktion Politikorange und der Freiburger Organisation Kommunikation und Medien e.V.. Impulse für diskriminierungssensible und rassismuskritische Berichterstattung kamen von den Neuen Deutschen Medienmacher*innen e.V.. Die Frage nach einer angemessenen Repräsentation der Menschen, die legitimiert sind, über Rassismus zu sprechen, hat die redaktionelle Arbeit stets begleitet. Erfahrungsberichte von Betroffenen waren im Jahr 2021 das Herzstück des Projekts und sind auf unserem Blog in der Rubrik Erfahrungsberichte zu finden. Andere journalistische Beiträge, die sich mit dem Thema Rassismus und Populismus auseinandersetzen, stehen unter der Rubrik Beiträge aus der Redaktion.

