Das Projekt

Das Projekt Stimmen gegen Rassismus und Populismus ist ein deutsch-französischer Blog mit Artikeln, Podcasts und Kurzfilmen rund um die Themen Rassismus und Populismus.

Rassistische Geisteshaltungen und populistische Strömungen: Das Schüren von Hass, Wut und Vorurteilen gegen gesellschaftliche Gruppen und Minderheiten ist im Alltag und im Digitalen gegenwärtig. Populistische Bewegungen und ihre Meinungsführer*innen haben Aufwind. Die Spaltung der Gesellschaft wird von ihnen in Kauf genommen, provoziert und verstärkt. Rassistische Geisteshaltungen gehen damit einher und bilden nicht selten das Fundament populistischer Bewegungen.

Das grenzüberschreitende Blogprojekt „Stimmen gegen Rassismus und Populismus“ zielt seit 2020 darauf ab, auf die bestehende Problematik von Rassismus und Populismus in unserer Gesellschaft aufmerksam zu machen. Dabei ist eine multimediale Plattform entstanden, auf der Stimmen gegen Rassismus und Populismus geteilt werden können. Diese Stimmen sind die von Studierenden aus dem Dreiländer-Eck und Freiwilligen des Deutsch-Französischen Jugendwerks (DFJW), die am Blog beteiligt sind. 

Neben der Vermittlung journalistischer Grundkenntnisse und einer Sensibilisierung für die Themen Populismus und Rassismus möchte das Projekt den Teilnehmenden auch ermöglichen, eine andere Stadt, ein anderes Land und andere junge Menschen kennenzulernen. In allen Redaktionen sprechen und arbeiten wir in beiden Sprachen, auf Deutsch und Französisch.

Das Projekt geht in eine neue Runde

Zum vierten  Mal ist das Projekt »Stimmen gegen Rassismus und Populismus« gestartet. Vieles bleibt beim Alten, einiges ist in diesem Jahr neu. Insgesamt sind 17 Teilnehmende aus Freiburg, Straßburg und Karlsruhe mit dabei. Wie in den letzten Jahren, haben sie zu Beginn vier Online-Seminare zu den Themen Rassismus und Populismus besucht. Ganz neu im Team sind Mascha Liening und Maurice Soulié, die diese Grundseminare leiten. Sie sind Referent:innen beim Anti-Rassismus Informations-Centrum (ARIC). Der Verein setzt sich für die Etablierung von Maßnahmen zur Gleichstellung gegen rassistische Diskriminierung in unterschiedlichen Bereichen der Gesellschaft ein. 

Am ersten November-Wochenende war es dann soweit: Alle Teilnehmende haben sich in Freiburg getroffen und gegenseitig kennengelernt. Für die Teilnehmenden aus Straßburg und Karlsruhe gab es eine kleine Stadtführung durch Freiburg. Abends haben sich alle gemeinsam im Restaurant getroffen und die badische Küche verkostet. Dieses Jahr gibt es für die Workshops und Leitung der Redaktionen ein Team aus drei Journalistinnen: Julika Kott, Louise Schöneshöfer und Maryline Boudot. Am ersten Tag haben sie den Teilnehmenden die Grundlagen des Journalismus näher gebracht. Dabei ging es vor allem auch darum, die Teilnehmenden für eine diskriminierungsfreie Berichterstattung zu sensibilisieren. Am zweiten Workshop-Tag haben sich die Teilnehmenden in ihrer Redaktion zusammengefunden, um an der eigenen Produktion zu arbeiten. Wie vergangenes Jahr leitet Julika Kott wieder die Podcast-Redaktion. Maryline Boudot wird die Textredaktion dieses Mal alleine übernehmen, da die Filmredaktion mit Louise Schöneshöfer eine neue Besetzung gewonnen hat. Alle Teilnehmenden haben am Ende des ersten Präsenz-Wochenendes ein Thema gefunden, an dem sie die kommenden Wochen arbeiten werden. 

Hauptverantwortlicher des Projekts ist weiterhin Andreas Vögele vom Studierendenwerk Freiburg. In diesem Jahr wird er tatkräftig von Étienne Bodet (deutsch-französischer Volontär) unterstützt. Die Mitarbeiterinnen des SWFR, Karolin Weichert und Rahma Bouallegue, sind ebenfalls an der Organisation des Projekts beteiligt. Finanziell unterstützt wird das Projekt wieder vom Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW) – dafür bedanken wir uns an dieser Stelle ganz herzlich. 

Die dritte Runde – Das Projekt im Jahr 2022

Das Projekt geht in die dritte Runde. 20 junge Menschen aus Freiburg, Karlsruhe, Lörrach, Mühlhausen und Straßburg nehmen dieses Jahr teil. Wie im letzten Jahr startet das Projekt mit einem Online-Grundlagenseminar zu den Themen Rassismus und Populismus, das von Claude-Hélène Meyer von der Universität Johannesburg geleitet wird. Ganz besonders an diesem Jahr ist, dass uns die Pandemie keinen Strich durch die Rechnung macht und wir uns alle in Freiburg  im Breisgau zu den Workshops treffen können. Los geht es Anfang November, wo sich alle Mitarbeitende und Teilnehmende für ein ganzes Wochenende in Freiburg versammeln. Die Studierenden werden in die Grundlagen des Journalismus eingeführt, lernen unter anderem, wie man Interviews führt, welche verschiedenen journalistischen Textformen es gibt und wie sie in ihren Beiträgen rassismus- und populismus-sensible Sprache verwenden können. 

In diesem Jahr übernehmen Louise Schöneshöfer und Maryline Boudot die Leitung der Textredaktion. Lisa Voelter wird wieder die Filmredaktion leiten, neu an ihrer Seite ist dieses Jahr Narges Shahid Kalhory. Die Podcastredaktion hat sich im letzten Jahr bewährt und wird auch 2022 mit dabei sein, dieses Mal unter der Leitung von Julia Kott. Hauptverantwortlicher des Projekts ist weiterhin Andreas Vögele vom Studierendenwerk Freiburg. Léa Rodriguez, unsere diesjährige Freiwillige des Deutsch-Französischen Jugendwerks, unterstützt ihn dabei tatkräftig. 

Die Erfahrungen der Teilnehmenden in einem Podcast

Die zweite Runde – Das Projekt im Jahr 2021

Im Gegensatz zum ersten Jahr, in dem aufgrund der Pandemie alles nur online stattfinden konnte, hatten wir in diesem Jahr das große Glück, uns zusammen mit allen Teilnehmenden am letzten Wochenende im Oktober 2021 in Freiburg im Breisgau treffen zu können. Unsere Teilnehmer*innen reisten teilweise aus Straßburg, Karlsruhe, Lyon, Villingen-Schwenningen und Offenburg an, doch auch einige Studierende aus Freiburg waren mit dabei. Die Text- sowie die Filmredaktion fanden sich am ersten Dezemberwochenende zu einem zweiten Präsenz-Workshop in Freiburg zusammen. Die Podcastredaktion traf sich ein zweites Mal in Lyon. Ein Online-Grundlagenseminar zu den Themen Rassismus und Populismus, geleitet von Claude-Hélène Meyer von der Universität Johannesburg, begleitete die redaktionelle Arbeit. 

In diesem Jahr konnten sich die Teilnehmenden für drei verschiedene Redaktionen bewerben: die Textredaktion, die Filmredaktion – und erstmals auch für eine Podcastredaktion. Ebenfalls neu zusammengesetzt hatte sich das Team der Redaktionen und das des Organisationsteams. Verantwortlicher und Hauptleitender ist auch in diesem Jahr Andreas Vögele vom Studierendenwerk Freiburg. Tatkräftig unterstützt wurde er diesmal durch den Freiwilligen des Deutsch-Französischen Jugendwerks, Hugo Guenser.

Alle drei Redaktionen wurden professionell betreut und angeleitet. Chefredakteurinnen der Textredaktion waren Julika Kott und Undine Weimar-Dittmar. Margitta Freund und Lisa Voelter leiteten die Filmredaktion und die Podcastredaktion übernahm Maha Ganem.

Alles auf Anfang – Das Projekt im Jahr 2020

Die journalistischen Beiträge, Erfahrungsberichte und Kurzfilme zum Thema Rassismus und Populismus, die im Jahr 2020 erfasst wurden und noch immer auf diesem Blog zu finden sind, haben deutsche und französische Freiwillige und Studierende aus der Region des Oberrheins und Lyon gemeinsam produziert. Unterstützt hat sie dabei die Jugendpresse Deutschland e.V. mit der eigenständigen Lehrredaktion Politikorange und der Freiburger Organisation Kommunikation und Medien e.V.. Impulse für diskriminierungssensible und rassismuskritische Berichterstattung kamen von den Neuen Deutschen Medienmacher*innen e.V.. Die Frage nach einer angemessenen Repräsentation der Menschen, die legitimiert sind, über Rassismus zu sprechen, hat die redaktionelle Arbeit stets begleitet. Erfahrungsberichte von Betroffenen waren im Jahr 2021 das Herzstück des Projekts und sind auf unserem Blog in der Rubrik Erfahrungsberichte zu finden. Andere journalistische Beiträge, die sich mit dem Thema Rassismus und Populismus auseinandersetzen, stehen unter der Rubrik Beiträge aus der Redaktion.

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